Und ich merkte, dass ich zu müde war, um meinen Gedanken nachzuhängen und bald einschlafen würde. Gedanken, die man sich machen sollte. Wenn das Herz aus zwei Teilen besteht. Die eine Hälfte ist am Nordpol, die andere am Südpol. Besonders am Südpol pfeift der Wind, weißt du? Dort ist es berauschend. Ganz stürmisch. Der Wind pfeift wie auf einem einsamen Hügel, von dem man die Lichter der Stadt sieht. Wie sie glitzern, so schön. Glitzern und funkeln, das tun sie von dort oben, wo ich gerade bin. Und nicht wieder weg will. Weil der Moment so schön ist. Das wäre das bestimmt fünfzigste Glas, das auf meinem Regal mit den eingefangenen Momenten steht. Wenn du das Glas an dein Ohr hältst, hörst du den Wind pfeifen und die Lichter funkeln. Doch mach es nicht auf, sonst flieht die Erinnerung und tanzt herum auf Stühlen und Tischen, will sich nicht mehr einfangen lassen. Und irgendwann dann ist sie weg. Und wo ist meine Uhr? Ich stell die Zeiger auf den Hügel mit der glitzernden Stadt, dann bin ich wieder dort. Dann höre ich den Wind wieder pfeifen. Dann stellen wir die Uhr auf Stillstand.