beobachten

“Beobachten, das ist mit Sinn und Verstand schauen, mit dem Gedanken, dass man sich erinnern will.”

Das Labyrinth der Wörter Marie-Sabine Roger

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Try me a poet girl

’Try me a poet, girl’,

he said

drifting slightly away

in my eyes,

swimming

in an ocean of noise

silently

crossing the lashes

jumping from one lash to the other.

as if to make sure not to drown.

‘bittersweet destroyer‘

I tell him

and his laughter makes my ears feeling numb

makes my head dizzy

and never coming down

we fly as we might

and

that cold floor we are lying on

pricks me into my back

‘these thoughts‘,

I’m whispering

and my lips are dry

and shaking

and I could tell

they were

bleeding,

’these thoughts,

make them a poem, boy’.

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Gedanken funkeln

Und ich merkte, dass ich zu müde war, um meinen Gedanken nachzuhängen und bald einschlafen würde. Gedanken, die man sich machen sollte. Wenn das Herz aus zwei Teilen besteht. Die eine Hälfte ist am Nordpol, die andere am Südpol. Besonders am Südpol pfeift der Wind, weißt du? Dort ist es berauschend. Ganz stürmisch. Der Wind pfeift wie auf einem einsamen Hügel, von dem man die Lichter der Stadt sieht. Wie sie glitzern, so schön. Glitzern und funkeln, das tun sie von dort oben, wo ich gerade bin. Und nicht wieder weg will. Weil der Moment so schön ist. Das wäre das bestimmt fünfzigste Glas, das auf meinem Regal mit den eingefangenen Momenten steht. Wenn du das Glas an dein Ohr hältst, hörst du den Wind pfeifen und die Lichter funkeln. Doch mach es nicht auf, sonst flieht die Erinnerung und tanzt herum auf Stühlen und Tischen, will sich nicht mehr einfangen lassen. Und irgendwann dann ist sie weg. Und wo ist meine Uhr? Ich stell die Zeiger auf den Hügel mit der glitzernden Stadt, dann bin ich wieder dort. Dann höre ich den Wind wieder pfeifen. Dann stellen wir die Uhr auf Stillstand.

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Gedanken

“Aber es waren Gedanken ohne Worte, Gedanken, die sich so schwer mitteilen ließen wie ein bestimmter Duft, an den man sich nur gerade eben noch erinnert, oder wie eine Farbe, von der man geträumt hat.”

Momo Michael Ende

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Viel zu wenig Leben

“Ich hatte den Tod ohnehin noch nicht verdient, ich konnte ihn doch gar nicht bezahlen, denn er kostete das Leben, und davon hatte ich noch viel zu wenig.”

Spinner Benedict Wells

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Die Nacht

“Die Nacht war weich und still. Alles lauschte.”

Die Bücherdiebin Markus Zusak

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anders

“Und plötzlich ist alles anders, denke ich.”

Der Fluss Ketil Bjørnstad

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Konjunktive

“Die Welt der Konjunktive ist unendlich wie das sich ausdehnende Weltall, geladen mit Möglichkeiten jeder Sorte, Abenteuern und Risiken. Manchmal bleibt davon nur ein Schweigen übrig, das, so aufgeladen es auch ist, bieder und langweilig wirkt.”

Kartongeschichte Helmut Krausser

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Und ich sage dir, dass es nie so gedacht war, dass zwei Herzen einander halten.

Dass du einfach meine Hand nimmst, und nicht danach fragst, ob der Kopf und das Herz einverstanden sind, ist ein Schrei zum Himmel.

Mein Herz schlaegt dann beinahe so laut, dass ich glaube mein Kopf muesste zerspringen.

Es hat Angst, denn es weiss doch, dass es nicht fuer immer bleiben kann und der Kopf lacht oft ueber das Herz, weil es so naiv ist.

Und dein Atem geht schnell und leise als deine Hand sich in meiner verkrampft und ich hoere dich beinahe schreien, oh wie du schreist, dass du nicht alleine sein kannst und dein Himmel hier anfaengt in diesem Durcheinander.

Ich bin froh, dass du gerade nicht mein Herz umklammern kannst, denn es koennte dich niemals tragen und all die Last, die du ihm mitbringst.

Du schuettelst langsam den Kopf und deine Wangen gluehen und deine Lippen zittern mit deinen Armen um die Wette, als du meine Hand verlierst und ins Dunkle greifst.

Weisst du, dass Herzen zerreissen koennen, fragst du mich, und ich sage dir, dass es niemals so gedacht war, dass zwei Herzen einander fuer immer halten.

Das Fluestern was du von dir gibst klingt wie ein trauriges Lied und du und ich, wir koennen sehen, wie das Licht zerbricht und die Dunkelheit bleibt.

Ich kann meinen Herzschlag in meinem Ohr hoeren und es geht ein betaeubendes Rauschen durch meinen Kopf als deine traurigen Worte versuchen festzuhalten, was nicht mehr da ist.

Ich schliesse die Augen, um den Laerm zu ertragen und das Chaos in meinem Kopf zu vergessen und als ich sie oeffne, spuere ich den Luftzug, der ueber mein Gesicht zieht, als du dich umdrehst und gehst.

Dass du einfach meine Hand nimmst, und nicht danach fragst, ob der Kopf und das Herz einverstanden sind, das ist es, was ich vermisse.

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dazwischen

“Und zwischen beiden, zwischen Himmel und Meer, waren die Winde. Und die Nächte und der Mond.”
Schiffbruch mit Tiger Yann Martel

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